3. Etappe 2016-08-10 第3 行程

和訳

Folgende Tempel besuchte ich heute: 11 und 12
Distanz: 15 km Anstiege: 1132 m Abstiege: 938 m
Temperatur: ca. 26-29 °C (im Wald); außerhalb 36 °C Unterwegs: 11 Stunden

In der Nacht läuft die Klimaanlage! Ich habe sie auf 29 °C eingestellt. Wenn ich sie ausschalte und das habe ich schon ausprobiert, wird es unerträglich und ich erwache nachts  schweißgebadet.

Der Zimmerwirt kennte sehr gut die Bedürfnisse der Pilger und wohl auch das was in der folgenden Etappe zu bewältigen ist. Daher hat er das Frühstück ab 6 Uhr angeboten. Natürlich nutze ich das, denn die Temperatur steigt ab Mittag auf das Maximum und das soll für heute um die 36 °C liegen.

Als ich im Speiseraum eintrete, sind schon zwei Pilger beim Frühstücken. Wenig später kommt auch ein junger Mann hinzu. Mit ihm hatte ich mich gestern Abend schon unterhalten. Er  ist 27 Jahre alt und kommt aus Tokio. In Tokushima muss er seine Pilgerreise beenden. Seine Urlaubszeit ist, wie üblich in Japan, sehr  begrenzt. Als ich ihn frage, ob er im nächsten Jahr weiterlaufen wird, lächelt er. Seine Mutter bedrängt ihn, er solle wie seine Brüder heiraten. Das steht offensichtlich nach seiner diesjährigen Pilgerreise im Vordergrund.

Um 6:40 Uhr starte ich und die Temperatur liegt bei angenehmen 27 °C 🙂 . Schnell habe ich den Tempel 11 (Fujii-dera 藤井寺) erreicht und was ich zunächst nicht beachte, ist, dass das Tempelbüro erst ab 7 Uhr öffnet. Der alte Mönch im noch geschlossen Büro ist verärgert, als ich versuche einzutreten. Pünktlich m 7 Uhr kommt er über einen anderen Zugang heraus. Er versucht mehrfach den Schlüssel ins Schloss zu stecken. Offensichtlich sieht er nicht mehr gut. Mein nächster Fehler ist, ich möchte ihm helfen, doch das lehnt er sehr unwirsch ab. Die Kalligrafie in meinem Stempelbuch bekommt er aber schwungvoll hin. Allerdings weiß ich mangels Kanji-Kenntnisse nicht, ob es tatsächlich auch richtig ist 🙂 .

Dann beginnt der stetige Anstieg zunächst auf etwa 600 Meter. Der Weg führt nur im Wald entlang. Das hat den Vorteil, es bleibt kühler und es ist kein Beton. Teilweise geht es am Hang entlang, dann über Hohlwege und öfters über Treppen. Es wird immer anstrengender. Einmal gibt es einen Blick in das schon sehr tief liegende Tal. Dann komme ich an an einer Blechhütte vorbei. Es ist eine kostenlose Möglichkeit zum Übernachten. Nebendran ein Rastplatz. Auf dem Tisch liegen mehrere Fächer. Ein schöner Service an die Pilger, so etwas klappt wohl nur in Japan. Meine erste von vier Flaschen Wasser muss schon früh dran glauben.

Ein junger japanischer Pilger überholt mich zügig, doch auch er braucht seine Verschnaufpausen und wenig später habe ich ihn wieder eingeholt. Sein Tempo kann ich aber auf Dauer nicht mithalten und so zieht er wieder davon. Scheinbar habe ich die Spitze des Berges erreicht. Es geht wieder abwärts. Doch zu früh gefreut, die Steigung nimmt doch wieder zu und wird nun noch heftiger. Bei einer der vielen Verschnaufpausen holt mich mein junger Tischnachbar ein. Im Schlepptau ein älter Mann ohne Rucksack. Schnell sind wir im Gespräch und er ist ein Fußballfan. Er erzählt, das ein deutscher Trainer das japanische Team betreut. Dann geht es weiter und er verabschiedet sich von uns. Mein junger Partner ist sehr rücksichtsvoll und nimmt das Tempo von mir an. Einige Zeit später mache ich eine bewusste Pause und er geht nun mit seinem Tempo alleine weiter.

Bei einem weiteren Ausblick ins Tal gibt es eine überdachte breite Bank. Hier könnte man auch gut darauf liegen und übernachten. Ich nutze sie für ein Schläfchen. Mein Körper braucht es dringend. Der kurze Schlaf tat gut. Die Steigung nimmt noch kein Ende und ich mühe mich vorwärts zu kommen. Ich bin schweißgebadet. Das kleine Handtuch kann ich immer wieder auswringen. Stütze ich mich vorgebeugt auf meinen Pilgerstab, fließen Schweißbäche am Bach entlang 🙂 . Jetzt würde ich gerne nur mit leichtem Rucksack und weniger Luftfeuchtigkeit unterwegs sein. Dann wieder geht’s abwärts und ich erreiche eine alte Tempelanlage. Aus einem Bambusrohr fließt kühles Wasser. Herrlich! Ich trinke Unmengen davon. Der Abstieg mündet bei einer wieder kostenlosen Unterkunft, nebendran  fließendes Wasser und Stangen zum Aufhängen von Wäsche.  Die Hütte macht einen sauberen Eindruck. Nur wenige Meter von der Hütte entfernt, erreiche ich eine Straße. Man spürt sofort den deutlichen Temperaturanstieg, da ist es doch im geschützten Wald viel angenehmer.

Endlich erreiche ich den Tempel 12 (Shōzan-ji 焼山寺). Doch zunächst gibt es wieder einen Anstieg und vorbei geht es an sehr vielen Steinlaternen. Dann eine Treppe und ich stehe nach Durchschreiten des Tores in der Tempelanlage. Sie gefällt mir sehr gut. Das Holz ist im Laufe der Jahre ins Grau gebleicht. In der Anlage gibt es große Zedern. Genau vor dem Tempelbüro stehen zwei mächtige Exemplare. Nur ein paar Schritte weiter und ich stehe vor drei Getränkeautomaten.

Als ich meine zweite Flasche kalten Weizentee trinke, kommt ein junger japanischer Pilger. Er ist ebenfalls ziemlich fertig und auch er holt sich wenig später etwas zu trinken. Im Pilgerbüro kommen wir ins Gespräch. Er ist erst vor kurzem von einer Weltreise zurück. Hat verschiedene Länder in Europa besucht und war auch in Deutschland. In Frankreich ist er von Le-Puy-de-Velay aus auf dem Jakobsweg bis nach Santiago de Compostela gelaufen. Gemeinsam starten wir den ca. 4 Kilometer langen Weg zu unseren Unterkünften. Die steinigen Abstiege haben es in sich. Es ist angenehm gemeinsam unterwegs zu sein. Er erzählt viel von seiner Reise. Dann im Ort erreichen wir zuerst seine Unterkunft. Dort sitzen schon Pilger beim Abendessen. Ich werde von einem fremden japanischen Pilger mit „Bacha-san“ begrüßt. Er scheint sich sehr zu freuen, mich kennenzulernen. Scheinbar hat es sich schon verbreitet, dass ein Ausländer unterwegs ist. Mein japanischer Begleiter geht noch ein Stück mit mir mit und zeigt mir die Richtung zu meiner Unterkunft.

Diese Unterkunft, ein Gästehaus, liegt etwas außerhalb der Ortschaft. Als ich über eine Treppe hoch zum Gebäude komme, steht schon der Zimmerwirt am Eingang. Ich entschuldige, dass es so spät geworden ist. Beim Abendessen sitze ich mit Mikio Yamamoto zusammen. Wir haben uns tags zuvor im Ryokan getroffen. Er lacht gerne und wir radebrechen mühsam mit Englisch und Japanisch. Irgendwie verstehen wir uns. Er ist etwas jünger als ich und möchte auch alle 88 Tempel besuchen.

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第3 行程

今日訪ねた寺=第11番、第12番、
行程距離=12Km 登高=1132M 下降=938M 気温=摂氏約26~29度(森の中)36度(外気温) 行程所要時間=11時間

夜にもエアコンが稼働している!私は29℃に設定しておいた。もう既に一度やってみたが、もしエアコンを止めて寝ると夜中になっても高温のままの熱帯夜には耐え難く汗びっしょりで目を覚ましてしまう。

食堂に入ると2人のお遍路さんが朝食をとっていた。その少し後に若い男性も加わった。彼とはすでに昨夜言葉を交わしていた。彼は27歳 で東京からの方だった。徳島で巡礼を終えなければならないといっていた。彼の休暇は日本のサラリーマンの勤務体制の常に倣い非常に限られているらしい。ま た来年には今年のお遍路の続きをするのかと尋ねたら、ただ微笑んでいた。彼の母親の強い勧めもあり早いうちに彼の兄弟のように結婚しなければならないよう だ。どうやらそんな事情で彼は今年の巡礼を試みたのかな?。

6:40に宿を出る。気温は快適な27度。すぐに第11番の藤井寺に着いたのはいいが、寺院の事務所が7時 までは開かないことを忘れていた。私がそこへ入ろうとした時閉館中の事務所の中の老僧がイライラする。彼は何度も鍵を鍵穴に挿して開けようと試みた。鍵穴 があまりよく見えないようだ。私のさらなる間違いは彼を助けてあげようとしたことだ。手伝おうとした私を非常に無愛想に拒否した。「書」に向かう前という のはどんな場合でも、日本の他の伝統芸術と同じ様に一旦気持ちを静め、心の準備をしてからゆっくり描くものと思っていたが、その時の僧侶の内心の表れか、 事務所の受け付け準備も待たずに私が納経帳の御記帳を求めた為か、彼はかなり躍動的、否殴り書きのようにシャシャ~と墨書を描いた。でもまあ私には漢字が分らないので、その墨書が事実そこに描かれるべく文字であるかどうかは確認の余地はない。

その後、約600メー トルの登り坂が始まる。道は森に沿って続いた。道中は涼しいしアスファルト道ではなくて助かった。所々で斜面に沿い谷あいの道を多くの階段を登って行く。 そのうち登りは益々厳しくなっていき既にかなり深くなった谷間の景観を一瞬観る。そして金属板で建てられた小屋を過ぎる。そこは無料宿泊所だった。その隣 が休憩所でそこのテーブルの上にいくつかの団扇があった。お遍路への気の効いた心遣いで、これは日本でだからこそできることなのだろうと思った。持参の4本の水のボトルの最初の一本目はもう早くも空になる。

日本人の若いお遍路が素早く追い越したが彼もまた呼吸調整の休憩をとっていたので再び彼を追い抜いた。私 には彼のペースを維持して長く歩くのは難しいので、彼はまた一足先に行った。どうやら山の頂上に来たようだ。やっとまた下りとなる。だが喜ぶのは早すぎ た。勾配はさらに増し過酷になってきた。何度も何度も一息入れていたがそのうち朝食で一緒だった若者が追い越して行く。其処にリュックサックを持たない老 人が付いてくる。たちまち彼と話し始めたが彼はサッカーファンだった。彼の言うには日本のあるチームのコーチをドイツ人が担当しているそうだ。さらに私達 が登って行くうち老人は自ら別れて行った。私の若いパートナーはとても思いやりのある人で、私のペースで一緒に歩いてくれた。暫く歩いた後私はわざわざ休 憩をとって彼に自分のペースで先に行ってもらった。

谷 の方に遠く目をやると屋根付きの広いベンチがあった。そこならちょっと横になれ一晩を明かせそうだ。そこでちょっと昼寝をする。その時の体力的にも早急に 横になる。木蔭での短い睡眠で癒された。遍路道は益々急勾配となり終わることなく続くがとにかく前に進まなければならない。もう汗でびっしょりだ。終日噴 出す汗を拭き続けている小さな日本タオルを繰り返し絞った。巡礼の金剛杖にすがり滝のような汗が「バッハ=小 川」を流れる。脳裏を過ぎるのは「できることなら軽いリュックで湿度の低い環境で歩けたらな~」。その後また下り坂を行くと古い寺院の境内に着く。竹筒か ら流れ出る冷たい水。「ああ~!なんと極楽じゃ。」浴びるように飲んでも飲んでも尚、喉の渇きは治まらない。そして下り坂の道筋にはまた無料宿泊所があ り、その隣には水場と物干し棹があった。小屋も清潔そうだった。小屋からわずか数メートル先にある広めの道に出た。そのとたん樹木に囲まれた森の中の快適 さとの極端な気温の差を感じた。

とうとう第12番の焼山寺に着く。しかしまず登り坂で、坂に沿ってかなりの数の石灯籠がある。階段を上がり山門を通って行き、寺院の境内に到る。そこはとても気に入ったところだった。長い年月の経過で建物の木材は白っぽく変色していた。境内にはヒマラヤスギの巨木が聳え立っていた。2本の巨木は寺院の事務所のぴったり前に君臨していた。そしてそこからほんの数歩で3台の自動販売機の前に立つ私。

私が2本目の冷たい麦茶のボトルを飲んでいる時一人の若い日本人のお遍路が来る。彼もかなりお疲れのようで少し経ってから彼も飲み物を買った。お遍路の事務所で彼と話し始める。彼は世界旅行からつい最近戻ったばかりでヨーロッパ各国を周りドイツにも行き、フランスではル・ピュイ=アン=ヴレからスペインのサンティアゴ・デ・コンポステーラへの「ヤコブの巡礼の道」を歩いたそうだ。

私たちは一緒にお互いの宿のある所迄約4キ ロの長い道程を歩き始めた。思ったとおり岩や石ころの多い下り坂だ。誰かと一緒に旅をするのは楽しく、彼は彼の旅の多くを話してくれた。そして私たちがま ず彼の宿に着くとお遍路さん達はすでに夕食中だった。そこにいた見知らぬお遍路さんが私に「バッハさん」と声をかけ、彼は私と知り合いになるのがとても嬉 しいようだった。一人の外国人が今四国お遍路の道中である事がどうやら皆さんの間に広がっているようだ。そして私の日本人の相棒は、一緒に少し先まで付い てきてくれて私の宿の方向を教えてくれた。

今 日の私の宿は少し村はずれにある。階段を登っていくと宿の御主人がもう玄関に立っていた。私は遅くなったことを謝罪した。夕食の時山本幹雄さんと一緒に座 る。私たちは前日の旅館で会っていた。彼はよく笑い我々はどうにかこうにか英語と日本語の片言で話し合う。どういうわけかお互いの気持ちを理解できた。彼 は私より少し若く、彼もまた88の全寺院をお参りしたいと願っていた。

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Ein Gedanke zu “3. Etappe 2016-08-10 第3 行程

  1. Hallo, lieber Werner,
    ganz herzlichen Dank für die Shikoku-Karte! Das sind ja Temperaturen, von denen Du da berichtest und dann noch das schwere Gepäck und die Luftfeuchtigkeit… Hoffentlich geht es Deinem Fuß schon wieder besser! – Bin gespannt, was Du noch so alles berichten wirst!
    Lieber Gruß aus dem verregneten Odenwald bei einer August-Kälte, die es schon seit Aufzeichnungsbeginn so nicht mehr gab.

    Siegwart

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