55. Etappe 2016-10-08 第55 行程

和訳

Folgenden Tempel besuchte ich heute: B17
Distanz: 20km Anstiege: 128m Abstiege: 121m Temperatur: 24 °C – 30 °C

Kurz nach 8 Uhr verlasse ich das Ryokan und muss mich nur wenige Meter später neu orientieren, in welcher Straße ich weiterlaufen muss. Eine Frau eilt zu mir und möchte mir helfen. Ich erkläre ihr, dass ich zum Bangai fudasho Kanno-ji möchte. Sie holt eine Blatt Papier und zeichnet mir auf, wo ich laufen soll. Doch das führt in die entgegengesetzte Richtung. Ich versuche ihr zu zeigen, wo nach meinem Navi die richtige Richtung zum Nebentempel ist. Sie winkt vehement ab und deutet mir ihre Richtung an. Da sie so nett war mir zu helfen, willige ich ein und laufe in ihrer Richtung los. Doch inzwischen weiß ich, ich kann ein Stück weiter wieder abbiegen und in meine Richtung weiterlaufen. Sie ist glücklich mir geholfen zu haben und ich bin nur ein paar zusätzlich Meter gelaufen.

Nach kurzer Zeit verlasse ich über kleine Straßen Kotohira und wieder beginnt eine lange Gerade. Schon von Weitem höre ich Trommeln und gehe, als ich in der Nähe bin, in eine kleine Straße, aus der die Geräusche kommen. Eine Gruppe übt gerade einen Drachentanz für das nahende Fest.

Nach etwa 1,5 Kilometern erreiche ich einen Park und die letzten 500 Meter geht es leicht bergauf. Zunächst sehe ich nur den Mannosee (満濃池), doch etwas versteckt, nur wenige Meter weiter liegt der kleine und unscheinbare Nebentempel B17 (Kanno-ji 神野寺).

Nach dem Besuch des Tempels kehre ich für eine Tasse Kaffee in ein beim Park liegendes Café ein. Danach beginnt der Rückweg, diesmal bis zum Tempel 75 (Zentsū-ji 善通寺). Wieder an der endlos langen Straße, entlang eines Bahngleises, mache ich wie schon einen Tag zuvor an derselben Stelle meine Pause. Und wieder kann ich auf der kleinen Mauer einen kurzen Schlaf einlegen.

Als ich Kotohira wieder erreiche, ist hier viel los. Autos werden in kleine Privatparkplätze dirigiert und in der Einkaufsstraße sind Touristen unterwegs. Ich bin mit Pilgerhut, Pilgerstock und großem Rucksack ein auffallender Exot. Öfters höre ich „oHenro (=Pilger)“ und werde auch oft respektvoll gegrüßt. Beim Verlassen der Stadt, kommt mir ein junger Mann mit Baseballkleidung entgegen. Als er auf meiner Höhe ist, bleibt er kurz stehen, zieht seine Kappe und verbeugt sich vor mir. Ich erwidere überrascht seine Begrüßung.

Genau um 15 Uhr zur frühsten Eincheckzeit erreiche ich das Hotel. Die junge Frau an der Rezeption ist leicht nervös einen Ausländer zu bedienen und immer sichtbar erleichtert, wenn ich ihre Ausführungen mit „Hai (Ja)“ bestätige.

Kurz nach 17 Uhr gehe ich zum Ofuro (öffentlichem Bad). Als ich das Badezimmer betrete, verstummt augenblicklich das Gespräch zweier junger Männer. Einen Gaijin (=Ausländer) haben sie nicht erwartet. Schnell bin ich aber mit ihnen im Gespräch. Sie gehören zu einem Footballteam und kommen aus Tokoshima. Morgen haben sie ein Spiel gegen die örtliche Mannschaft. Dass ich über Wochen mit schwerem Rucksack unterwegs bin, ist nichts für sie.

Gegen 19 Uhr gehe ich zum Hotelrestaurant und treffe einen älteren Pilger. Wir hatten uns schon kurz auf dem Flur und im Bad getroffen. Gemeinsam nehmen wir einen Tisch. Kiso-san ist 72 Jahre alt. Er war auch Bergsteiger und war fünfmal im Himalajagebirge zum Klettern. Auch das Matterhorn auf Schweizer Seite hat er schon bezwungen. Als ich ihm erzähle, dass ich den Pilgerweg mit einem GPS-Gerät zur Orientierung laufe, lacht er und bezeichnet mich als HighTec-Pilger. Vom Hotel haben wir einen Getränkegutschein. Ich bestelle mir zusätzlich als Genussgericht Unagi (=Aal) und Kiso-san bestellt sich Tempura (frittiere mit einem Teigmantel umgebene Fisch-, Pilz- und Gemüsestücke). Den Salat und eine Eispeise schiebt er zu mir hin hin. Zum Abschluss machen wir noch gegenseitig ein Foto mit unseren Smartphones. Ein bisschen HighTec ist er also auch 🙂 . Beim Bezahlen übernimmt er plötzlich meine Rechnung. Ein o-settai von einem Pilger an einen Pilger.

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今日尋ねた寺=第56番、第57番、第58番、第59
行程=20 km、登高=128 m、下降=121 m、気温=24~30度

8時少し過ぎに旅館を出て数メートル往ってから、どちらの道を行けばいいのか、行程の方向を改めて確認しなければならなかった。一人の女性が駆けつけてきて手伝ってくれようとしたので番外札所神野寺(かんのじ)に行きたいと言うと、彼女は私の歩く道を紙に書いたものの、私の予想の反対方向が示された。私はナビの指す番外札所への正しい方向を彼女に見せたが、彼女は烈しい調子で拒絶して、彼女の思う方向を指し示したので彼女の親切を素直に受けその方向に歩いていくと、その内又曲がって私の信じる方向に往けることが分った。彼女は私を助けた事で嬉しく、私はほんの数メートルだけ余分に歩いた。

暫くして琴平の街を後に小道を往くと又長く真っ直ぐな路が始まった。既に遠くからでも太鼓の音が聞え、その近くに来て居た私は、音が出てくる小さな通りの方に行く。獅子舞踊りのグループが真近な祭りのために練習していた。

約1.5キロ程で公園に着き、最後の500メートルは少し上り坂になった。まず見えたのが満濃池で、その先わずか数メートル所に、少し隠れて、小さくて目立たない番外第17番の神野寺(かんのじ)があった。

お参りの後、公園の喫茶店でコーヒーを飲んでから、この時は第75番の善通寺までの帰り道が始まった。またどこまでも伸びる線路沿いの道沿いにあった昨日と同じ場所で休憩を取る。そして今日も低い壁の上で仮眠をとった。

琴平にまた到達すると、ここでは、車は小さな専用駐車場に填め込まれ、買い物通りは観光客の往来で大賑わいだった。菅笠と金剛杖を手に大きなリュックサックを背にしたお遍路の私は、かなり人目につく風変わりな異国人だった。辺りで度々「お・へ・ん・ろ」とささやくのを耳にし、いつもほとんど丁重な挨拶で迎えられた。街を離れる時、向こうから野球のユニホーム姿の若者が私に近付いて来た。私のところまで来たとき、彼は立ち止まり、野球帽を脱ぎ、私に軽く頭を下げた。私は彼の挨拶には驚嘆の思いで答えた。

午後3時のチェックインの時間丁度にホテルに到着。若いフロントデスクの女性は外国人の応対にややおろおろしていたが、彼女の説明に私が日本語で「はい」と言う返事で確認する度に、見るからにほっとした様子だった。

午後5時を少し過ぎてお風呂に行き、浴室に入った瞬間、湯船に居た2人の若者の会話が止まった。まさか外人が来るとは予期されなかったようだが、互いにすぐ話し始めた。彼らは徳島からのサッカーチームのメンバーで、明日、地元のチームとの試合があると言った。2ヶ月余り重いリュックを背負っての私の徒歩巡礼は、彼らには縁遠いことのようだ。

夕方7時にホテルのレストランに行くと年配のお遍路に会った。私達はもう既に廊下やお風呂で多少会っていた。私達は、一緒にテーブルに着き、木曽さんの年齢が72歳と分った。彼はまた、登山者で5回のヒマラヤ遠征を果たしたそうだ。そしてスイス側のマッターホルンも征服したと言った。私がお遍路ルートをGPS座標の指示表示に従って歩いていると話すと、彼は笑いながら私を「ハイテックお遍路」と呼んだ。ホテルからのサービスのドリンククーポンで何か飲もうと、私はお摘みに「うなぎ」、木曽さんは天ぷら(魚、キノコ、野菜)を追加で注した。彼はサラダと卵焼きを私に押し出すように勧め、最後に私達はスマートフォンでお互いの写真を撮った。彼も多少ハイテックお遍路だ。支払いの時、彼は突然私の請求書の分まで支払い、お遍路のお遍路への「お接待」となった。

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日本語でのコメントもどうぞ


3 Gedanken zu “55. Etappe 2016-10-08 第55 行程

  1. Hallo Werner,
    es scheint dir nach deinem Sturz wieder besser zu gehen. Ich sitze hier im Kaffe in Acrata, Griechenland 70 km südlich von Patras, mit Blick zum Meer und lese dein Tagebuch. Ich wünsche dir weniger Stress auf das du dein Visum rechtzeitig verlängern kannst. LG Werner

  2. Hallo Werner,

    immer noch verfolge ich mit großem Interesse deine Berichte. Bin leider etwas ins Hintertreffen geraten, da wir auch unterwegs waren. Ich hoffe, mit deinem Knie und Sprunggelenk ist soweit wieder alles in Ordnung.
    Ich wünsche dir weiterhin viele tolle Erlebnisse und dass du dein Shikoku-Projekt erfolgreich beendest.

    Yoi subete
    Renate

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