62. Etappe 2016-10-16 第62 行程

和訳

Folgenden Tempel besuchte ich heute: 88
Mit dem Auto: Distanz: 15km Anstiege: 396m Abstiege: 180m

Heute beginnt ein ganz entspannter Pilgertag. Hiroaki, sein Sohn Hiroki und ich frühstücken in Ruhe zusammen. Danach geht es mit dem Auto zum Tempel 88 (Ōkubo-ji 大窪寺). Kurz nach 9 Uhr erreichen wir den Parkplatz. Ich ziehe diesmal meine Pilgerjacke an und dann wie üblich alles andere. Gemeinsam geht es zum Tempel. Es ist noch früh und nur wenige Pilger und Touristen sind bereits da. Beide sollen mich heute filmen. Es soll der gesamte Ablauf von meiner Ankunft bis zu meinem Verlassen des Tempels mit kleinen Filmsequenzen aufgenommen werden. Das möchte ich zu einem kurzen Film für meinen Vortrag über diese Pilgerreise verarbeiten.

Bereits vor dem großen Eingangstor zum Tempel beginnen wir. Ich führe Regie 🙂 und bin gleichzeitig Akteur. Einige Touristen und wenig später auch Pilger schauen neugierig zu. Dann steht einmal meine kleine Actionkamera auf dem Stativ alleine, wir stehen etwas Abseits im Gespräch. Ein Pilger kommt neugierig auf die Kamera zu und schaut vorne mit einem Auge in das Objektiv. Er hat wohl noch nie so etwas gesehen. Ich amüsiere mich und wünschte mir in diesem Moment eine gekoppelte Fernbedienung. Dann hätte ich dieses zu gerne gefilmt. Am besten noch, wenn er sich mit dem Auge zum Objektiv nähert und plötzlich eine LED rot blinkt und ein Ton für die Aufnahme ertönt. Seine Reaktion darauf wäre sicherlich interessant 🙂 .

Nach den Filmaufnahmen und den vielen Fotos von der schönen Tempelanlage gehen wir zu einem Geschäft mit angeschlossenem Restaurant. Dort trinken wir zusammen einen Kaffee. Beim Rausgehen sehe ich den gleichen Pilgerstock, wie ich ihn habe. Nur ist er neu und unbenutzt. Ich stelle meinen Stock daneben. Es fehlen etliche Zentimeter bei meinem Stock!

Danach gehen wir zu meiner heutigen Unterkunft, die nur wenige Meter vom Tempel und vom Parkplatz entfernt liegt. Dort deponiere ich meinen Rucksack und nehme nur die wichtigen Dinge in meinen kleinen blauen Minirucksack mit. Ab 14 Uhr kann ich im Ryokan einchecken. Nun ist Abschied angesagt und Hiroaki und Hiroki fahren wieder nach Hause. Es waren zwei schöne Tage und für kurze Zeit war ich ein Luxuspilger mit Auto, Chauffeur Hiroki und einem perfekt Deutsch sprechenden japanischen PrivatDolmetscher Hiroaki unterwegs.

Dann gehe ich wieder zum Tempel. Schau hier und schaut dort. Irgendwie ist es dann Eingebung, dass ich nochmals das Pilgerbüro betrete. Ein Pilger föhnt gerade eine klassische japanische Urkunde. Dort wurde wohl etwas eingetragen und die Tinte muss trocknen. Daneben liegt ein Köcher. Meine Neugierde ist geweckt und ich frage ihn. Es ist eine Urkunde, dass hier der letzte Tempel des Pilgerweges erreicht wurde. Das will ich auch haben! Ich stelle mich sogleich in der Schlange an. Bei der Frau, die mir schon meinen Pilgerbucheintrag gemacht hat. Als ich an der Reihe bin, fragt sie mich nach meinem Namen. Jetzt habe ich ein Problem. Meinen Namen in japanischen Schriftzeichen für diese Urkunde kann ich nicht schreiben. Meine osamefuda und Visitenkarten sind in der Unterkunft. Also dorthin zurück und geholt. Dann endlich wird sehr fein mein Name eingetragen und noch etwas, was ich aber nicht verstehe. Stolz föhne ich danach meine Urkunde und anschließen verschwindet sie im geschützten Köcher. Die Erinnerung an Santiago de Compostela und an die Pilgerurkunde “Compostela” ist sofort wieder da.

Auf einer Bank sehe ich einen Mann etwas skizzieren und ich gehe zu ihm. Er zeichnet recht schnell den Hondo (Haupttempel) und Daitshido (=Halle/Tempel für den Großen Lehrer, gemeint “Kōbō Daishi”). Ich darf ihn fotografieren und anschließend lassen wir uns zusammen fotografieren.

Auf dem Weg zum Tempeltor spricht mich ein japanisches Paar an. Nach den üblichen Fragen sind wir bei meinem Pilgerweg. Ich gebe ihnen meine Visitenkarte. Dann beim Restaurant trennen wir uns. Das Restaurant ist voll und ich muss etwas warten, werde dann zu einem frei gewordenen Platz dirigiert. Der Kellner bringt mir die Speisekarte, doch ich kann nichts verstehen. Er erkennt es sofort und zeigt auf einen Namen und erklärt, dass das gerne gegessen wird.

Ich sitze gerade bei meinem Udongericht (=spezielle Nudelsorte der japanischen Küche) als ich plötzlich am Eingang die Frau des Paares sehe. Sie deutet mir an, ich solle bitte warten und wenig später kommt ihr Mann zu mir. Er gibt mir sein osamefuda, schreibt noch in Romaji seinen Namen darauf und lädt mich ein, wenn ich das nächste Mal nach Japan komme, sie zu besuchen.

Immer noch ist es zu früh zur Unterkunft zu gehen und so setze ich mich an einen überdachten Rastplatz neben dem Restaurant. Dort beginne ich meine heutigen Fotos zu bearbeiten. Kurz vor 14 Uhr begebe ich mich dann zum Ryokan. Es ist eine moderne und gut eingerichtete Unterkunft. Ich darf im Speiseraum weiterarbeiten.

Beim Abendessen sitze ich mit zwei Fußpilgern zusammen, die ebenfalls heute ihren Abschluss haben. Auch mit am Tisch ein Ehepaar, dass zusätzlich die Bangai fudasho besucht. Zuerst bewundern sie meinen Umgang mit den Stäbchen, dann kommt die Frage nach dem japanischen Essen. Ich erkläre ihnen, dass ich es sehr gerne esse. Und sofort folgt die Frage ob ich auch Nattō esse. Auch das bejahe ich. Auf meinem Weg habe ich es schon öfter gegessen.

Wikipedia:
Nattō (jap. 納豆 oder なっとう) ist ein traditionelles japanisches Lebensmittel aus Sojabohnen. Zur Herstellung werden die Bohnen gekocht und anschließend durch Einwirkung des Bakteriums Bacillus subtilis ssp. natto fermentiert. Dadurch bildet sich ein Fäden ziehender Schleim um die Bohnen und die Speise bekommt einen starken Geruch. In der traditionellen Zubereitungsart stammen die Bakterien aus Reisstroh, in welches die Bohnen gewickelt werden. Im modernen Herstellungsprozess werden die Bohnen mit Kulturen des Bakteriums beimpft, so dass der Einsatz von Reisstroh nicht notwendig ist. Nattō wird als Beilage zu anderen Gerichten gereicht, als Zutat genutzt und als eigenständige Speise, mit verschiedenen Zutaten gewürzt, verzehrt. Eine gesundheitsfördernde Wirkung wurde für einige der durch die Fermentierung entstehenden Stoffe nachgewiesen.

Dann kommt die Frage nach dem, woher ich komme. Als ich sage, dass ich Deutscher bin, spüre ich sofort wieder als Deutscher ist man sehr gut angesehen. Danach wechselt das Gespräch zu den Tempeln und dem Pilgerweg. Als ich erzähle, auch alle Nebentempel besucht zu haben und nun zu Fuß zum Kōya-san laufen werde, ist die Bewunderung wie so oft groß. Die alte Zimmerwirtin erzählt dann von mir. Dass ich mit einer Japanerin verheiratet bin und von Hiroaki, der mich hierhin begleitet hatte und über unsere langjährige Bekanntschaft noch aus seiner und meiner Zeit in Frankfurt. Natürlich verstehe ich nur einige Worte, doch bin ich familiär gut trainiert, aus einzelnen Worten schnell Zusammenhänge zu verstehen.

Eine muntere Unterhaltung folgt, die Zimmerwirtin verteilt Brokat-Osamefuda, wohl von einem Gast. Zeigt auf Fotos an der Wand, bei denen wohl Prominente abgebildet sind. Ich ziehe mich an den Nebentisch zurück und schreibe weiter an meinen Artikel. Während ich arbeite, zeigt das japanische Fernsehen wieder einen gewaltigen Erdrutsch durch Dauerregen, irgendwo in Japan.

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今日訪ねた寺=第88番(最終番の寺)
車での行程距離=15km、登高=396m、下降=180m

今日は全くリラックスした気分でお遍路の一日が始まる。宏明さんと彼の息子の大貴君も一緒にゆっくり朝食を取ってから、第88番の大窪寺へ車で行く。9時を少し回ったところで駐車場に着き、今日は巡礼の白衣を着け、その他いつもの全ての携帯品を身に着けてみんな一緒に寺に行く。時間的にはまだ早く、寺には数人のお遍路と観光客がいただけだった。宏明さんと大貴君の二人は、私が寺に着いたところから、参拝後の寺から去るところまでの全てを様々な短い連続シーンで撮影することになった。それを私は、この巡礼の旅の講演会でのショートフィルムショウとして使うつもりである。

撮影は寺院の大きな山門の前から始まり、演出?及び主演は私です。幾人かの観光客や少し後にはお遍路の人も旺盛な好奇心で観ていた。そして三脚の上に小型アクションカメラだけを自動的に作動させ、私達はすこし後ろで打ち合わせをする。一人のお遍路が興味深そうにカメラに近寄り、片目でレンズを通して前方を見た。彼はおそらくそのようなものを未だ見たことが無いようだ。これは面白いと、その時点で接続可能なリモコンがあれば良いのにと思い、この光景を撮影できたらなあと思った。又それに加え、彼がレンズに目を近づけた瞬間に、突然LEDの赤い光が点滅し、録音用の音が鳴り響けば最高だ。その時の彼の反応は絶対受けるだろう。

映画撮影と美しい寺院での沢山の写真撮影の後私達は、付属したレストランのある雑貨屋に行き、それから皆で一緒にコーヒーを飲んだ。その店を出るとき、自分の金剛杖と同じお遍路の杖が目に止まった。それは新品で未使用だったので、一緒に並べて立てて見ると、私の杖が数センチも短くなっていた!

それから私達は、88番の寺や駐車場からわずか数メートルのところにある私の今日の宿に行き、そこにリュックサックを預け、重要なもののみを入れた小さな青いミニリュックだけを持って出る。旅館に入ることが出来るのは午後2時からになっていた。さてここで、宏明さんと大貴君は家路に着くと言い、お別れの時となった。彼らと共に過ごした素晴らしい二日間は短かったが、運転手の大貴君と、完璧なドイツ語を話す個人通訳役をしてくれた宏明さんとの車で周る豪華お遍路旅だった。

その後、私はまた寺に戻ってあちらこちらを見る。どういうわけか、その場の思いつきで又お遍路の事務所に入ってみると、一人のお遍路が古典的な日本の証明書にちょうど風を当てて乾燥させていた。そこに何か記録された墨が乾かなければならない。またその隣には矢筒

型のケースが置かれていた。好奇心からそれについて聞いてみると、ここがお遍路の最後の寺院だから、それが達成された事を証明する文書だった。それなら私もそれを頂きたい!。私は今朝ほどすでに、納経帳の記帳をしてくれた女性の窓口の長い列にすぐに並び、順番で受付の窓口に来た時名前を尋ねられた。さてその時、困ったことには、この証明書の為の自分の名前を日本語の文字で書くことは出来ない。そのために参考になる、私の納め札と名刺

は宿に置いてきてしまったので、宿にそれを取りに戻った。その結果やっと、証明書の紙に私の名前が極めて丁寧に記録され、さらに付帯する何かも記録されたが私には、それが何であったかは分らなかった。証明書を得て、私は得意気にそれに風を当てて乾燥させ終わってから、携帯保護用の矢筒型のケースに納めた。その時すぐに、サンティアゴ・デ・コンポステーラと「コンポステーラ」と称される巡礼証明書を思い出した。

近くのベンチで一人の男性がスケッチをしていたので、彼の傍に行った。彼は本堂や大師堂(弘法大師のお堂)をとても素早く描いた。私は彼の写真を撮って、その後私達も一緒に写真に納まった。

山門に向かう途中で、日本人夫婦が話しかけてきた。いつものようにいろいろと聞かれた後、私達は私の巡礼行程路に沿って一緒に行く。彼らに名刺を差し上げてからレストランのところでお別れする。レストランは満員で暫く待たなければならなかった。その後、空いた席に案内され、ウェイターがメニューを持ってきてくれたが、理解することはできなかった。それをすぐに察したウエーターは、そのうちの一品の名前を指して、それが人気メニューでお勧めだと説明した。

できたての「うどん」の丼が私の前に置かれた丁度その時、先ほどの日本人御夫婦の奥さんのほうが入り口のところに見えた。彼女は私にちょっと待つように言い、そのすぐ後で御主人も来た。彼の「納め札」を下さり、自分の名前をローマ字で書き込み、もし私が日本に次回来る時は、是非お訪ねくださいと招待してくださった。

宿に行くには、まだ時間的に早すぎたので、レストランの隣の屋根のある休憩所で座ることにして、そこで今日の写真の編集を始めた。やがて午後2時少し前になって、旅館に行く。そこは、近代的な内装や設備もよく整った宿で、私が自分のブログ作業を続けるのに食堂の席を使うこともできた。

夕食の時、私と同じく今日がお遍路の最終日と言う二人の歩きお遍路と一緒に座った。更にまた、番外札所も訪れたと言う御夫婦も一緒だった。まず、彼らは皆私の見事な箸捌きに驚嘆し、そのあとは和食についての質問を受けた。私が食べることが好きだと答えると、すぐに出た質問は「納豆を食べるかどうか」だった。もちろん「はい、はい。」と答え、すでにこの旅路でも、何度もそれを食べた。

ウィキペディア:百科事典
納豆は大豆で作られた日本の伝統的な食品です。製造には大豆を煮た後、納豆菌の枯草菌の作用で発酵させます。この方法により豆の周りは糸を引く粘液質で覆われ、強い臭気をもたらします。伝統的な作り方で発酵させるには、稲藁で豆を包んで稲藁からの細菌に依る方法をとる。現代の製造工程では、細菌の培養物を豆に添加し、稲藁は不要になります。納豆は、他の料理の添えとされたり、調味料の一つとなったり又、一品として納豆料理にもなります。健康増進効果については、発酵成分に関連した幾つかの実証例があります。

ドイツ」と答えた時すぐに分かったのは、ドイツ人に対する評価がとても高いことだった。会話はその後も続き、寺院やお遍路道の話題となり、私が番外札所も含め、いま全ての寺参りも終わって、徒歩で高野山を目指して行くところだと言うと、いつも他のどこでも受けたように、盛大に賞賛してくれた。年を重ねた女将さんが来て、私についてのことを皆さんに次のように語った。私の妻が日本人であり、この宿に私を送ってきた宏明さんがフランクフルト時代からの家族ぐるみの長年の知人である事など。もちろん私が理解できたのは、その内のいくつかの単語程度だったが、過去の長い間に、頻繁に聞きなれた個々の単語から素早く繋ぎ合わせ、かなり理解できた。

賑やかな談話は続き、女将は、おそらくゲストからの物と思われる「納め札」を皆に配った。壁には有名人の写真が飾られていた。私は隣のテーブルに退き、ブログの記術を続けた。その作業中、テレビで連続豪雨による強大な地滑りが、日本のどこかで再発したことを放映していた。

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