58. Etappe 2016-10-11 第58 行程

和訳

Folgende Tempel besuchte ich heute: B19 und 83
Distanz: 18km Anstiege: 97m Abstiege: 201m Temperatur: 17 °C – 24 °C

Vom Zimmerfenster aus erblicke ich die Reste des Sonnenaufgangs. Den habe ich leider wieder einmal verpasst. Diesmal ziehe ich ein Unterhemd an und das ist genau richtig. Es ist recht kühl geworden und dazu weht ein leichter Wind. Kaum habe ich meine Unterkunft verlassen und schon muss ich wieder mit meinem Pilgerstock abbremsen. Das Gefälle ist weiterhin extrem und auch mein linkes Bein beginnt leicht zu schmerzen. Es ist nicht mehr das Knie, sondern die Muskulatur. Wahrscheinlich von der Schonhaltung und noch dazu Muskelkater vom gestrigen heftigen Aufstieg und dem noch schlimmeren Abstieg bis zur Unterkunft.

Von der Straße habe ich längere Zeit einen guten Blick auf die Stadt Takamatsu. Auch mein Hotel mit der Rückfront kann ich hoch oben als einziges Gebäude am Hang gut sehen. Endlich unten angekommen biege ich gleich in die erste kleine Straße ab, um dem starken Verkehr zu entgehen. Sie schlängelt sich mal näher und mal weiter weg von dem häufig im Schritttempo fahrenden Berufsverkehr auf der Hauptstraße. Ich bin der Einzige auf dieser Straße, kein Auto und auch sonst niemand. Dann an einer Kreuzung und Einmündung in eine größere Straße mache ich bei einem Family Mart (24-Stunden-Geschäft) meine erste größere Pause. Ich muss mich setzen um meinem Bein etwas Ruhe können. Das Gute bis diesem Kettengeschäft ist, es gibt immer eine Sitzecke. Während ich meinen heißen Kaffee genieße und dabei aus dem Fenster schaue, sehe ich in einiger Entfernung eine vorbeiführende Stromtrasse. Fasziniert bin ich von den dort sitzenden Vögeln. Auf den drei übereinander liegenden Stromleitungssträngen sitzen einige Vogelgruppen in einem fast einheitlichen Muster. In der obersten Reihe immer ein Einzelner, darunter in den beiden nächsten Ebenen immer drei. Über die gesamte Pausenzeit sitzen sie dort.

Abends beim genaueren Betrachten und Vergrößern des gemachten Fotos erkenne ich, es waren keine Vögel  😕 , es sind irgendwelche technischen Teile.

Nach wenigen Kilometern erreiche ich den Nebentempel B19 (Kōzai-ji 番西寺). Wieder liegt neben dem Tempel ein Schrein. Beim Eintreten ins Tempelbüro bemerke ich die Überraschung einen ausländischen Fußpilger zu sehen. Die abseits gelegenen Nebentempel werden vermutlich selten von Ausländern besucht. Nur wenn ein Nebentempel am Pilgerweg liegt, geht man vielleicht hin. Auch die japanischen Pilger sind immer sehr überrascht, wenn ich erzähle, die Bangai fudasho (20 Nebentempel) und den heiligen Berg Kōya-san zu besuchen.

Der Weg zum Tempel 83 (Ichinomiya-ji 一宮寺) zieht sich. Längere Zeit laufe ich an der viel befahrenen Route 33 entlang. Dann an einer der kleinen Straßen entdecke ich endlich eine Steinbank vor einem kleinen Gebäude. Zunächst hat es mir nur die Sitzgelegenheit angetan. Erst auf dem zweiten Blick erkenne ich, es ist ein Gebäude für Pilger. Im Inneren gibt es einen sehr schön eingerichteten Aufenthaltsraum mit einem Wasserspender und dahinter liegend einem kleinen japanischen Garten. Alles mit viel Liebe eingerichtet. In einem Heft kann man sein osamefuda einkleben und etwas dazu schreiben. Das tue ich auch.

Der Weg durch Takamatsu führt weiter über viele kleine Straßen. Was mir schon vor Erreichen des Stadtzentrums von Takamatsu unangenehm auffällt, ist, hier wird schnell und auch aggressiv gefahren. Der Abstand zu mir am Seitenstreifen ist manches Mal geringer als ich es bisher erlebt habe. Müsste ich eine Note für das Verhalten vergeben, ich würde eine schlechte Note wählen.

Mitten in der Stadt gibt es selten Sitzgelegenheiten und so nutze ich jede Möglichkeit. Gerade jetzt bin ich wieder mehr humpelnd unterwegs und ein leeres Gebäude mit einer Sitzgelegenheit kommt gerade recht. Vor mir türmt sich auf Betonstelzen eine Autobahntrasse auf. Neben mir ein Schild mit den neun japanischen Automarken. Es ist ordentlicher Lärm, doch das stört mich inzwischen nicht mehr. Auf diesem Pilgerweg gibt es die zwei Extreme, entweder die wundervolle Stille im ländlichen Bereich oder der Lärm in den Stadtbezirken.

Da es heute Abend kein Essen gibt, kehre ich gegen Mittag in ein kleines Restaurant ein. Die Speisekarte ist bebildert und ich kann mir problemlos ein Gericht aussuchen. Kaffee gibt es in Selbstbedienung gratis dazu.

Inzwischen beginnt auch in dieser Region die Reisernte. Bei einigen Bauern sehe ich, dass die Reismühle im Einsatz ist. Über einen Schlauch werden die Spelzen nach außen geblasen. Diese Spelzen werden öfters auch wieder auf die abgeernteten Felder gestreut.

Mit der Reismühle werden die Spelzen entfernt. Übrig bleibt die eigentliche Reisfrucht aus dem Mehlkörper und dem umgebenen Silberhäutchen. Das ist dann der ungeschälte braune Naturreis, oder auch Vollkornreis genannt. Wird dieses Silberhäutchen durch Schleifen entfernt, was in Japan üblich ist, entsteht der weiße Reis. Er ist wesentlich haltbarer als der Naturreis, doch durch das Schleifen geht leider der größte Teil der Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelementen verloren.

Mein Bein schmerzt und ich bin inzwischen nur noch humpelnd unterwegs. Bei einer Rast kurz vor dem Tempel 83 (Ichinomiya-ji 一宮寺) massiere ich mein Bein und lockere die Muskulatur. Ebenfalls noch vor dem Tempel beobachte ich einen Bonsaizüchter bei der Arbeit. Er entrindet gerade kleine Äste bei einem Bonsaistamm.

Als ich vom Tempel zur Unterkunft aufbreche, merke ich, der Schmerz ist weg! Unglaublich! Vom Tempel sind es noch ca. 3 Kilometer bis zur Unterkunft. Dort habe ich zunächst leichte Verständigungsprobleme. Der junge Mann spricht nur Japanisch, doch mit Gesten, Stift und Papier lasse sich diese beseitigen. Mein Zimmer erreiche ich über eine Außentreppe. Das Zimmer ist sehr geräumig. Zwei Doppelbetten habe ich zur Auswahl.

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今日訪ねた寺=番外19番、第83
行程距離=18 km、登高=97 m、下降=201 m、気温=17~24度

部屋の窓から日の出の残党を見つけたが、残念ながら又そのタイミングを逃した。今回はテイーシャツの下に下着を着ると、それでまさに丁度良かった。結構涼しくなってきていて少し風もある。ホテルを出るかで出ないかの近いところで、すでに金剛杖での減速が必要になったほど、足元の極端な傾斜に左足が痛み始めた。それは膝ではなく筋肉の部分で、おそらく以前からの痛みに加えて、昨日の急激な登りとさらに宿までの厳しい下降姿勢によると思う。

道中では高松市の景観が長い間眺められ、又高い斜面に建つ唯一の建物である、昨夜の宿の裏側も見ることができた。やっと下に降りてすぐに、交通量の多い道を避けるために、最初の小さな通りに曲がった。その道は通勤ラッシュの主要道路に沿って、近付いたり離れたり蛇行していた。その道を往くのは私だけで、車はもちろん、誰一人通らなかった。それから割りに大きな道路と交わるところにあった、ファミリーマート・コンビニエンスストアで最初の長い休憩をし、足を休める為に座りたかった。このチェーン店の良いことは、これまでいつも座る場所がある事だ。熱いコーヒーを楽しみながら窓の外を見ていると、幾分離れて掛けられた電線があり、そこに止まっている鳥に魅了された。 3重構造の電線には、数羽の鳥の群れが、ほぼ均一の原型を保ちながら止まっていた。最上段には常に一羽だけで二段目と三段目には3羽ずついた。私の休憩時間の間中はず~と鳥達がそこに座っていた。

その夜、昼間の鳥の写真を拡大し、精密に観察してみるとそれは鳥ではなく、送電線に設置された技術的部品にすぎなかった。

それから数キロ往ったところの番外19番の番西寺(こうざいじに)着いたが、そこでも又寺の隣に神社があった。寺院の事務所に入ると、思いがけなく外国人の歩きお遍路に出会った。辺境にある番外の寺を外国人が訪ねるのはおそらく稀なことだろうが、もし番外の寺がお遍路道沿いにある場合だけは、そこを訪ねるかもしれない。私が88ヶ所の霊場に加え、20山の番外札所と聖なる山・高野山をも訪ねると言う度に日本人のお遍路がいつも驚いていた。

第83番の一宮寺(いちのみやじ)へは遠かった。長時間の間交通量の多い国道33号線沿いに歩き、その後細道の傍の小さな建物の前に、石のベンチを見つけた。最初は座るだけの場所かと思ったが,よく見るとそれはお遍路のための建物であると分った。屋内には、水場のあるかなりきちんと整ったラウンジがあり、その背後には、小さな日本庭園もあり、すべてに肌理細やかな配慮が施されていた。一冊のノートに「納め札」を貼り、そこに何かを書くことができたので、私もそうした。

高松市を通り抜けてから、幾筋もの小道が続いた。高松市の中心部に着く前から、ここで目立った迅速すぎる車のスピード、かつ挑戦的な走行を不快に思った。路側帯の幅が、私のこれまでの経験よりも遥かに狭く、その評価として、これに応じた悪い得点をつけざるを得ない。

市内中心部にはめったに座れる場所が無いので、もしあればあらゆる機会を利用する。丁度今、また足を引きずりながらの歩きなので、座れる場所のある空屋のところに来て助かった。私の前には高速道路の高架線建設材が積み上げられていた。そして私の隣の建物には日本車の新車の広告看板があった。辺りの騒音はすさまじかったが、もはや気にならなくなっていた。このお遍路旅では静まり返った素晴らしい農村地域か、または都市圏の騒音との両極端がある。

今晩の宿では夕食が無いので、昼頃に小さなレストランに入る。メニューは写真付きで、選ぶのは簡単だったので、すぐに一品を決めることができた。コーヒーは無料でセルフサービスだった。

一方、この地域では米の収穫が始っていた。農作業中の、数人の農夫人達の籾摺り機が稼働中で、パイプのところから殻が外に吹き飛ばされていた。これらの殻は、大抵は収穫後の田に再び散布される。

籾摺り機で殻が除去され、残っているのは、胚乳とそれを包むシルバースキンから成るいわゆる米粒です。それは殻がむかれていない茶色の玄米であり、あるいはまた「あら引き穀粒」として知られている。このシルバースキンは、日本では精米機で除去されるのが一般的であり、白米が作られる。白米は玄米よりもははるかに保存性が長いが、残念ながら精米過程において、ビタミン、ミネラルのほとんど及び、微量元素が失われる。

足が痛み、今は足を引きずってしか移動できない。第83番の一宮寺(いちのみやじ)の前で休んでいる間、マッサージしたり筋肉をほぐしたりした。そして更に寺院の前に居ながら、盆栽職人の作業を観察した。彼は丁度盆栽の幹から小枝を落としていた。

寺院から宿に向かい始めた時、まさかと言おうか、足の痛みがなくなっているでは無いか。!信じられない!寺から宿までは、あと約3キロほどある。宿の若主人は完璧な日本語のみで話したので、最初はわずかながら相互理解に困ったが、ジェスチャーやペンと紙で何とか通じ合えた。私の部屋へは外階段経由になっていて、とても広々とした部屋に置かれた二台のダブルベッドの、どちらかを選べばよかった。

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日本語でのコメントもどうぞ


3 Gedanken zu “58. Etappe 2016-10-11 第58 行程

  1. Hallo Werner,

     今回は日本語で書かせていただきます。
    いよいよ四国巡礼も終わりに近づきましたね。
    暑い夏、度重なる台風に襲来。
    いろいろな困難を乗り越えて、最後は高野山ですね。
    22日、ひょっとしたら高野山でお会い出来るかもしれません。
    和歌山市内に住んでいる息子にBabyが生まれ、会いに行きます。
    その前に高野山にも行く予定です。

  2. Hallo Werner,
    wollte eben einmal nachsehen wo Du momentan bist und stiess auf Deinen Bericht vom 16. Oktober; das ist 7 Tage her. Hoffentlich ist Dir passiert. Lass mal von Dir hoeren.
    Es gruesst Harald aus DA

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